Gemeiner Seehund
(Phoca vitulina)

Population: ca. 500.000
Lebensraum: Küsten aller temperierter und subarktischer Regionen der Nordhemisphere, liegen auf sandigem, schlammigen, grasigen oder felsigem Substrat - in der Subarktis auch auf Eis;
Gruppengröße:  10-500  (1-3000) Tiere
Länge: 1,4 - 1,9m
Gewicht: bis 140kg
Nahrung: Nahrungsopportunisten: fressen so ziemlich alles, was ihnen vor die Schnauze kommt: Schwarm- und Plattfische, Crustaceen, Cephalopoden - regional und saisonal sehr große Unterschiede im Beutespektrum
Tauchtiefe: 10 - 150m, (bis über 500m)
Tauchdauer: 3 - 8 min. (bis über 30 min.)
Status:   häufig

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Largha Robbe
(Phoca largha)

Population: ca. 330.000 bis 400.000
Lebensraum: Ochotskisches und Japanisches Meer, Beringsee, Tschuktschen See, ruhen auf Gras, Sand und Fels, gebären und ziehen ihre Jungen auf Eisschollen auf, saisonale Wanderungen
Gruppengröße:  2 - 500  (2 - 2000)
Länge: bis 1,7m 
Gewicht: 82 - 123kg
Nahrung: Nahrungsopportunisten: fressen so ziemlich alles, was ihnen vor die Schnauze kommt: Schwarm- und Plattfische, Crustaceen, Cephalopoden - regional und saisonal sehr große Unterschiede im Beutespektrum
Tauchtiefe: 50 - 150m (bis über 300m)
Tauchdauer:  -
Status:  häufig

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Ringelrobbe
(Phoca hispida)

Population: ca. 6 bis 7 Millionen
Lebensraum: weit verbeitet in der Arktis und Subarktis, höchste Dichte auf See-Eis, das sich 5 - 40km von der Küste ausdehnt; baut Tunnel- und Höhlensysteme in Schnee und Eis als Ruhe- und Geburtsplätze, schaben Atemlöcher mit ihren scharfen Krallen, werden von arktischen Füchsen und Eisbären bedroht
Gruppengröße:  10-100  bis Zehntausende von Tieren in einer Region
Länge: 1,1 bis 1,5m (max. 1,7m)   
Gewicht: 50 - 70kg (max. 110kg)
Nahrung: Kabeljau, Shrimps, Cephalopoden und andere Fisch- und Crustaceenarten
Tauchtiefe:   -
Tauchdauer:  bis über 60 min.
Status:   häufig

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Baikal-Robbe
(Phoca sibirica)

Population: ca. 50.000
Lebensraum: Baikalsee und angrenzende Flüsse (endemisch), Süßwasserrobbe, die im größten und tiefsten (bis 1600m) Süßwasserreservoir der Welt lebt, Robben sind sehr gut an Eis adaptiert,
Gruppengröße:  -
Länge: bis 1,4m  
Gewicht: bis 65kg
Nahrung: 29 verschiedene Fischarten des Baikalsees
Tauchtiefe: 100 - 200m, auch 300m
Tauchdauer: 10 - 20 min. auch 60 min.
Status:  bedroht durch Umweltverschmutzung (Einträge der Holz verarbeitenden Industrie)

phoccasp.jpg (9935 Byte)
Kaspische Robbe
(Phoca caspica)

Population: ca. 600.000
Lebensraum:  Kaspisches Meer, im Herbst und Winter in den flachen nordöstlichen Gebieten, zieht im Sommer in die größeren Tiefen im Süden, gut am Leben im Eis angepaßt, ähnelt Baikalrobbe
Gruppengröße:   -
Länge: mind. 1,5m  
Gewicht: bis 85kg
Nahrung: Crustaceen & Fische, saisonal verschieden 
Tauchtiefe: relativ flach, da Kaspisches Meer keine großen Tiefen aufweist
Tauchdauer: einige Minuten
Status:   örtlich häufig

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Sattelrobbe
(Phoca groenlandica)

Population: ca. 2.5 bis 3.5 Millionen
Lebensraum: drei Hauptpopulationen: 800.000 Tiere im Weißen Meer, 300.000 bei Jan Mayen, ca. 2 Millionen im Nordwestatlantik (Neufundland), die Neufundlandpopulation wandert saisonal zwischen der Hocharktis und Neufundland, stark eisassoziiert, gebären auf Eis
Gruppengröße:  bis 10, während der Wurfzeit bis 2000 pro km2
Länge: bis 1,8m   
Gewicht: 100-130kg
Nahrung: Kabeljau, Hering, Makrele, Tintenfische, Krill und andere Crustaceen & Fische
Tauchtiefe: bis über 250m
Tauchdauer: -
Status:  häufig, doch stark von der kommerziellen Robbenjagd betroffen, Gesamtpopulation hat im 19. Jahrhundert drastisch abgenommen

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Gürtelrobbe
(Phoca fasciata)

Population: ca. 240.000
Lebensraum: Ochotskisches Meer, Beringsee, Tschuktschen See, auch südlich der Aleuten im Nordpazifik, im Winter und Frühjahr im Packeis, sind fast nie auf Festland, leben außerhalb der südlichen Verbreitungsgrenze des Eisbären, natürlich Feinde: Haie und Killerwale, unternehmen saisonale Wanderungen  
Gruppengröße:  -
Länge: bis 1,7m
Gewicht: ca. 90kg
Nahrung: Cephalopoden, Crustaceen, Fische, regionale Unterschiede im Beuteschwerpunkt
Tauchtiefe: -
Tauchdauer:   -
Status:  örtlich häufig, Population wird durch kommerziellen Robbenfang strapaziert

eribarb.jpg (6374 Byte)
Bartrobbe
(Erignathus barbatus)

Population: ca. 500.000
Lebensraum: weit verbreitet in der Arktis und Subarktis mit regionalen Schwerpunkten, sind zumeist mit driftendem Packeis assoziiert, schaben mit ihren scharfen Krallen zwei bis drei Atemlöcher in Hundert Metern Abstand gebären auf Eis, sind im Grunde nie auf Land,
Gruppengröße:  ausgesprochen solitäre Tiere, zumeist jedes Tier auf seinem eigenen Eisfloß, halten ansonsten großen Abstand zu Artgenossen,
Länge: 2,1 bis 2,7m
Gewicht: 200 - 250kg
Nahrung: Cephalopoden, Crustaceen, Fische, Muscheln, Krill & Shrimps, große regionale Unterschiede im Beuteschwerpunkt, sind selber bevorzugte Beute von Eisbären,
Tauchtiefe:  ca. 20 - 100m, max. 200m, bevorzugen flache Schelfgebiete bis 130m Wassertiefe
Tauchdauer:  -
Status: variabel, zeitweise starke Bejagung, oft als Beifang der Fischerei im Nordwestatlantik

cystocri.jpg (9828 Byte)
Klappmütze
(Cystophora cristata)

Population: ca. 500.000
Lebensraum:  über den tiefen Wassern des Nordatlantiks, große Teile des Jahres mit Drifteis assoziiert, wandern im Sommer weiter südlich an die Küste Grönlands, in die Norwegische und Barentssee, wandern weite Strecken und verirren sich bis auch mal  Portugal oder Florida, ein Tier legte eine Strecke von 13.000km zurück,
Gruppengröße:  außerhalb der Brut- und Fortpflanzungssaison sehr solitär
Länge: bis 3m
Gewicht: bis 400kg, Männchen haben aufblasbaren Nasensack
Nahrung: vor allem arktische Crustaceen, Fische und Cephalopoden
Tauchtiefe:  -
Tauchdauer:  -
Status:   variabel, wird kommerziell bejagt (vor allem von Norwegen)

haligryp.jpg (9950 Byte)
Kegelrobbe
(Halichoerus grypus)

Population: ca. 200.000, davon die Hälfte vor England und Schottland
Lebensraum: nördl. Nordatlantik im Bereich subarktischer und temperierter Gewässer, nur noch wenige Tiere in der südl. Nordsee und in der Ostsee, Tiere im westl. Nordatlantik ca. 20% größer als Tiere des östl. Nordatlantik, können schon als Jungtier sehr weit wandern (nachgewiesen wurde die Strecke von 1280km innerhalb von 25 Tagen bei einem Jungtier) ,
Gruppengröße: bilden große Gruppen während der Ruhephasen, besonders während Brut-, Aufzucht- und Fortpflanzungsphase
Länge: bis 2,3m
Gewicht: 350kg (Weibchen kleiner und leichter, ausgeprägter Geschlechts- dimorphismus)
Nahrung: vor allem junge Schwarmfische, viel Tintenfisch und Oktopusse, auch ab und zu Seevögel
Tauchtiefe: -  
Tauchdauer: -
Status: örtlich häufig, wurden besonders in der Ostsee und vor Großbritanien stark bejagt, 

 
lobcarc.jpg (7663 Byte)
Krabbenfresser-Robbe
(Lobodon carcinophagus)

Population: ca. 30 Millionen
Lebensraum: zirkumpolar im Packeis der Antarktis, Küstengewässer der antarktischen Halbinsel und im südl. Ross Meer, verirren sich bis Neuseeland, irren auch landeinwärts in der Antarktis, eine Robbe wurde 113km vom offenen Wasser entfernt gefunden
Gruppengröße:  1-3 Tiere, manchmal einige Hundert Tiere auf einer Eisscholle
Länge: max. 2,6m
Gewicht: max. 225kg
Nahrung: Krill, Krill und nochmals Krill (namengebendes Merkmal!), verspeisen schätzungsweise 63 Millionen Tonnen Krill pro Jahr, hat speziell geformte Zähne mit Siebwirkung, frißt wie Bartenwale, indem sie die Zunge gegen den Gaumen preßt und so das Wasser aus ihrem Maul entfernt und die Beute filtert,
Tauchtiefe:  -  
Tauchdauer:  -
Status: sehr häufig, wird durch den Antarktis-Vertrag streng vor kommerzieller Ausbeutung geschützt

ommato.jpg (7309 Byte)
Rossrobbe
(Ommatophoca rossii)

Population: ca. 200.000
Lebensraum: zirkumpolar in der Antarktis, besetzen bevorzugt Gebiete mit festem und dichtem Eis,
Gruppengröße:  im wesentlichen Einzelgänger
Länge: bis ca. 2,5m
Gewicht: unter 200kg
Nahrung: Fische & Cephalopoden der "deep scattering layer" (einer Organismenschicht, die jede Nacht aus großen Tiefen an die Oberfläche steigt),
Tauchtiefe: 100 bis über 200m 
Tauchdauer: 6 - 10 Minuten 
Status:   unbekannt

hydlept.jpg (12463 Byte)
Seeleopard
(Hydrurga leptonyx)

Population: ca. 440.000
Lebensraum: weit verbreitet ind den höheren Breiten der südlichen Hemisphere, vom antarktischen Kontinent bis hin zur Packeisgrenze und vielen subantarktischen Inseln, verirren sich bei ihren langen Wanderungen auch bis Südafrika und Südamerika, sind extrem pelagisch
Gruppengröße: Einzelgänger, selten mehr als ein Tier auf einer Eisscholle
Länge: bis 3,6m, Weibchen größer als Männchen!
Gewicht: bis 450kg
Nahrung: man sagt diesen Robben nach, daß sie alles fressen, was sich bewegt, vornehmlich ist dies aber Krill und arktischer Fisch, aber auch Pinguine ergänzen die Speisekarte, dabei schafft eine Leopardenrobbe schon mal sechs Adélie-Pinguine in 70 Minuten
Tauchtiefe: 5-50m, auch 545m
Tauchdauer: 3-4 Min., auch 15 Min.
Status: häufig, Population steigend

mirangu.jpg (8446 Byte)
Nördlicher See-Elefant
(Mirounga angustirostris)

Population: ca. 120.000
Lebensraum: nordöstlicher Pazifik, außerhalb der Brutsaison wandern die Männchen bis hoch zu den Aleuten und an die Küsten Alaskas, Weibchen bleiben zumeist weiter südlich bei Oregon und Washington 
Gruppengröße:  insbesondere während der Brutsaison Hunderte bis Tausende von Tieren auf den Ruheplätzen,
Länge: Männchen bis 4m, Weibchen bis 3m
Gewicht: Männchen bis 2000kg, Weibchen bis 600kg
Nahrung: vor allem mesopelagische Cephalopoden (13 Tintenfischarten und zwei Krakenarten), Fische und kleinere Haiarten,
Tauchtiefe: 370 bis  480m, max. 1250m 
Tauchdauer: 13 - 22 min., auch über 60 min. 
Status: um 1880 fast ausgestorben, hat sich die Population von wenigen Hundert Tieren bis auf die heutigen 120.000 wieder erholt

mirleon.jpg (10376 Byte)
Südlicher See-Elefant
(Mirounga leonina)

Population: ca. 550.000 bis 750.000
Lebensraum: im gesamten südlichen Ozean um den antarktischen Kontinent herum, normalerweise aber nördlich der Packeisgrenze, Brutkolonien auf allen antarktischen und subantarktischen Inseln, Verteilung auf See ist unbekannt, wahrscheinlich aber auch saisonale Wanderungen zwischen den Inseln
Gruppengröße:  insbesondere während der Brutsaison Hunderte bis Tausende von Tieren auf den Ruheplätzen,
Länge: Männchen bis 5m, Weibchen bis 3m, größte Robbenart überhaupt
Gewicht: Männchen bis 5000kg, Weibchen bis 800kg
Nahrung: Fische & Cephalopoden (u.a. der "deep scattering layer" (einer Organismenschicht, die jede Nacht aus großen Tiefen an die Oberfläche steigt),
Tauchtiefe: tagsüber 500 - 800m, nachts 300 - 400m, bis über 1255m
Tauchdauer: 20 - 27 min., auch schon über 120 min 
Status: häufig, aber in den letzten Jahrzehnten eine bisher unerklärte Abnahme von 5 - 11% pro Jahr, wahrscheinlich durch Überfischung der Nahrungsgrundlage

momon.jpg (9870 Byte)
Foto: © M. Schnellmann

Mittelmeer-Mönchsrobbe
(Monachus monachus)

vom Aussterben bedroht

Population: ca. 500
Lebensraum: Ägäisches und Ionisches Meer, im Atlantik die Halbinsel Cape Blanc von Mauretannien, an den Mittelmeerküsten Spaniens, Frankreichs und Italiens vollständig verschwunden, ansonsten regional noch sehr vereinzelt vorhanden, fast nie auf offenen Stränden, bevorzugen Höhlen
Gruppengröße:  im wesentlichen Einzelgänger, wenige soziale Interaktionen auf Land, liegen sehr separiert
Länge: 2,3 - 2,8m
Gewicht: 230 - 300kg, auch 400kg
Nahrung: Fische und Oktopus
Tauchtiefe: kaum tiefer als 70m, kann aber über 100m tief tauchen
Tauchdauer: 6 - 10 Minuten 
Status: stark bedroht, Jagd und die Zerstörung des Lebensraumes haben zu einer Unterbrechung des genetischen Austauschs zwischen den verbliebenen Gruppen geführt, Überleben der Population steht ernsthaft in Frage
Infoseite:
www.monachus-guardian.org

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Hawaiianische Mönchsrobbe
(Monachus schauinslandi)

vom Aussterben bedroht

Population: ca. 1500
Lebensraum: nordwestliche Hawaiianische Inseln,
Gruppengröße:  im wesentlichen Einzelgänger
Länge: bis 2,4m
Gewicht: bis 270kg
Nahrung: benthische und riff-assoziierte Fische, Plattfische, Aale, Oktopus, Lobster und weitere Invertebraten,
Tauchtiefe: bis über 120m 
Tauchdauer: bis 20 Minuten 
Statusstark bedroht, Haiattacken, Bejagung, Lebensraumvernichtung und eventuell Krankheiten haben bei einer geringen Fortpflanzungsrate zu einer starken Dezimierung geführt, das Überleben der Population steht ernsthaft in Frage