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Trauer
um Beluga "Gasper" Atlanta, Georgia, U.S.A., 2. Januar
2007 – Eine ganze Stadt trauert um einen weißen Wal. Gasper,
ein 17 Jahre alter Beluga musste kurz nach Neujahr von Tierärzten
des Georgia Aquariums eingeschläfert werden. Der Meeressäuger
war im Oktober 2005 aus einer privaten Show-Anlage in Mexiko
gerettet und nach Atlanta in das größte Meerwasser-Aquarium
der Welt gebracht worden. Eine Immunschwäche sowie eine
Knocheninfektion hatten dem Tier und seinen Betreuern seit
seiner Ankunft im US-Bundesstaat Georgia zu Schaffen gemacht.
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 ©
Georgia Aquarium
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Eigentlich waren sie zu zweit, als eine Boeing 767 von UPS im
Herbst 2005 zu einem eher ungewöhnlichen Tiertransport abhob. In
Spezial-Containern lagen Nico und Gasper, zwei Weißwale, die
jahrelang unter einer Achterbahn in einem mexikanischen Freizeitpark
ihr Dasein fristen mussten. Zu kleine Becken, Stress durch die
Fahrgeschäfte und Touristen sowie eine unzureichende Betreuung ließ
die Meeressäuger erkranken. Als der Besitzer des Parks wechselte,
sorgte der neue für eine Rettung der Tiere durch Spezialisten aus
den Vereinigten Staaten.
Während Weißwal Nico sich nach seiner Rettung schnell
erholte, litt Gasper forthin unter Hautläsionen und einem geschwächten Immunsystem.
Der Kanarienvogel der Meere, wie Belugas auch aufgrund ihrer
melodisch-pfeifenden Lautäußerungen genannt werden, wurde zum Sorgenkind des
Aquariums. Tausende
Amerikaner schrieben Briefe und Postkarten an Gasper und besuchten
ihn quasi am Krankenbett in Atlanta. Nachdem letztes Jahr zu Gaspers
Leiden noch eine Knocheninfektion hinzu
kam, ging es dem Weißwal zusehends schlechter. Anfang dieses Jahres
entschieden sich die verantwortlichen Tierärzte und Direktoren
schließlich dafür, dem Leiden des Tieres ein Ende zu machen. Gasper
wurde am 2, Januar eingeschläfert.
In einer Presseerklärung zu dieser Entscheidung teilte Bernie Marcus, Sponsor und
Vorstandsmitglied des Georgia Aquariums, mit, dass Gasper die beste
Behandlung bekommen hätte, die überhaupt nur denkbar gewesen sei.
Das Aquarium halte deshalb auch weiterhin an seinem so genannten
4R-Programm (Rehabilitation, Relocation,
Rescue, Research) fest, das den Tieren die best mögliche Lebensbedingungen
biete.
Quelle:
Georgia Aquarium
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