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Hamburg, 4.
Oktober 2005 - Die
Staatsanwaltschaft Köln hat nach Abschluss Ihrer Ermittlungen das
Strafverfahren gegen Frank Schätzing am 29.09.2005 eingestellt.
Das Verfahren gegen den Autor des Romans "Der
Schwarm" war letztes Jahr aufgrund des Vorwurfes
der Urheberrechtsverletzung eingeleitet
worden.
In einer Pressemitteilung
des Kölner Verlags Kiepenheuer & Witsch lässt dieser
verlauten: "Orthmanns unberechtigter Vorwurf einer
Urheberrechtsverletzung: Schätzing habe von seiner Website
abgeschrieben. Dieser Vorwurf hat sich als haltlos
herausgestellt." Richtigstellung:
Es nicht Vorwurf, sondern Fakt, dass Frank Schätzing von der Webseite
Ozeane.de abgeschrieben hat. Darüber hinaus liegt die
Interpretation, der Vorwurf der Urheberrechtsverletzung wäre
nach dem Entscheid der Staatsanwaltschaft haltlos, natürlich
im Interesse des Verlages. Die Staatsanwaltschaft hat
ausschließlich festgestellt:
"Anhaltspunkte
für eine gewerbsmäßige unerlaubte Verwendung
urheberrechtlich geschützter Werke i.S.d § 108 a UrhG
ergeben sich nicht. Denn der Qualifikationstatbestand des
gewerbsmäßigen Handelns setzt voraus, dass der Täter sich
aus wiederholter Urheberrechtsverletzung eine nicht nur vorübergehende
Einnahmequelle von einigem Umfang verschaffen möchte."
Es konnte im
Rahmen des vorliegenden Strafantrages somit nur nicht die
wiederholte und damit gewerbsmäßige Urheberrechtsverletzung
nachgewiesen werden. Schätzing
hat jedoch auch aus anderen Quellen Texte
übernommen. Hätten
die betroffenen Autoren dies bei der Staatsanwaltschaft
ebenfalls zur Anzeige gebracht, wäre das Verfahren nach
Auskunft der Staatsanwaltschaft zum oben genannten Zeitpunkt
nicht eingestellt worden.
Die
Staatsanwaltschaft hat dagegen in Ihrem Beschluss weiter
ausgeführt, dass bei dem ihr vorliegenden Sachverhalt "eine Strafverfolgung
wegen des Tatvorwurfes der Urheberrechtsverletzung gemäß
§§ 106 ff UrhG in Betracht"
käme und diese gemäß §
374 Abs. 1 Nr. 8 StPO ein Privatklagedelikt ist.
Wie man einen
Sachverhalt betrachtet beziehungsweise interpretiert
haben möchte, ist immer auch eine Frage der eigenen
Interessen. Das zeigt auch der Ausschnitt aus einem Interview
des Hamburger Abendblatts mit Frank Schätzing.
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