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Größte
Studie über Buckelwale gestartet
Diese Woche fiel
auf Hawaii der Startschuss für die mit 3.3 Mio. US-Dollar
teuerste und aufwendigste Untersuchung zum Schutz der
pazifischen Buckelwale. Daran beteiligt sind mehr als
einhundert Forscher aus Japan, Russland, Mexiko, Kanada, Costa
Rica, Panama, Nicaragua, Guatemala, den Philippinen und den
U.S.A. Nach Angaben der amerikanischen Bundesbehörde National
Oceanic and Atmospheric Administration ist das Projekt „Splash“
(Structure of Populations, Level of Abundance and Status of
Humpbacks) die umfangreichste Studie, die jemals in
konzertierter Form zu einer einzigen Tierart in Angriff
genommen wurde. |

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Honolulu, Hawaii, 19. Februar 2004
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Insgesamt fünf Forschungsteams haben nun 36 Monate Zeit, eine
grundlegende Bestandsaufnahme der pazifischen Buckelwale zu
erstellen. Die wissenschaftlichen Arbeiten konzentrieren sich dabei
auf die Gewässer rund um Maui/Hawaii. Hier überwintert mit 6.000
Individuen ein Großteil der gesamten Buckelwalpopulation des
Nordpazifiks. Weitere Winterstudien werden an den Küsten Mexikos,
Zentralamerikas und Japans durchgeführt. Im Sommer, wenn die Tiere
zurück in den Norden ziehen, übernehmen dann Wissenschaftler der
„West Coast National Marine Sanctuaries“ die Arbeit ihrer
Kollegen aus dem Süden. Doch werden einige Forscher aus Hawaii auch
selbst nach Alaska oder Russland fliegen, um dort an Bord von
Forschungsschiffen die Wale vor den Aleuten und den Commander
Islands weiter untersuchen zu können. Die Studie verbindet damit
fast jede Forschungsgruppe, die sich bisher mit den pazifischen
Buckelwalen beschäftigt hat.
„Mit Blick auf den Umfang der
internationalen Kooperation und der geografischen Breite diese
Projektes kann man nur von einer einmaligen Aktion sprechen“,
sagte Richard Spinrad, stellvertretender Vorsitzender des National
Ocean Service, bei seiner Rede im Waikiki Aquarium, Hawaii.
Die Wissenschaftler erhoffen sich
konkrete Antworten auf unter anderem folgende Fragen:
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Wie viele Buckelwale leben im Nordpazifik?
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Nimmt die Gesamtpopulation zu oder ab?
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Gibt es Gefährdungen (Verschmutzungen, Gifte) in den
Nahrungsgebieten der Wale?
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Welchen Einfluss haben menschliche Hinterlassenschaften wie
Fischereinetze oder im Meer schwimmender Müll?
Darüber hinaus
sollen noch zahllose Detailfragen geklärt werden. Zum Beispiel, wo
Wale, die vor Hawaii überwintert haben, ihren Sommer verbringen?
„Von den 6.000 Überwinterern vor Hawaii treffen wir im Sommer nur
etwa 900 in Südost-Alaska wieder“,
erläutert Chris Gabriele, Meeresbiologin im Glacier Bay
National Park in Alaska. „Wo ist der Rest?“, fragen sich
Gabriele und ihre Kollegen.
Auf jeder der hawaiianischen Inseln
sitzt ein Team von Wissenschaftlern, das die dort überwinternden
Wale erfassen soll. Dazu werden Digitalfotos von der Schwanzflosse
gemacht, da diese wie bei menschlichen Fingerabdrücken, bei Walen
individuell verschieden sind. Nach Möglichkeit werden Gewebeproben
genommen, um eine Geschlechtsbestimmung vornehmen oder auch
Schadstoffbelastungen nachweisen zu können. Dabei bedienen sich die
Forscher raffinierter Methoden zur Probenahme. Mit einer speziellen
Armbrust entnimmt ein Pfeil eine Gewebeprobe vom Durchmesser einer
Kugelschreibermine. Schließlich werden auch Narben oder
Verletzungen dokumentiert, die auf Berührungen/Unfälle mit Booten
oder Fischereiausrüstung hinweisen.
Ein männlicher Buckelwal kann über
15 Meter lang werden und bis zu 45 Tonnen wiegen. 1973 wurden die
Buckelwale auf die Liste der bedrohten Tierarten gesetzt. Die letzte
wissenschaftliche Schätzung der Populationsgröße geht auf das
Jahr 1992 zurück und betrug 7.000 Tiere.
Das
SPLASH-Projekt wird unterstützt von der National Oceanic and
Atmospheric Administration. Genauere Informationen erhält man
unter: hawaiihumpbackwhale.noaa.gov |