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Seltene
Rauzahndelphine stranden in Florida
Hutchinson Island,
Florida, 09.08.04 – Dreißig Delphine, die vergangenen Freitag in Südflorida
gestrandet waren, mussten am Wochenende von Tierärzten
eingeschläfert werden. Zuvor hatten Meeresbiologen und
Freiwillige vergeblich versucht, die Meeressäuger ins offene
Meer zurückzuleiten.
Die seltenen
Rauhzahndelphine waren Teil einer Gruppe von insgesamt 36 Tieren,
die Freitagnachmittag von Spaziergängern am Strand gefunden wurden.
Nachdem eine erste Rettungsaktion scheinbar geglückt schien und die
Delphine wieder im freien Wasser waren, strandeten sie in der Nacht
zu Samstag erneut.
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Da in den
nahegelegenen Rehabilitations-Centern nur Platz für sechs Delphine
vorhanden war, entschieden sich die Experten, dreißig Tiere
einzuschläfern, darunter vier Kälber. Nach Angaben von Steve
McCulloch, Direktor der Meeressäugerforschung der Harbor Branch
Oceanographic Institution in Fort Pierce, injizierten Tierärzte ein
letales Mittel, welches die Atmung verlangsamt und dann zum
Herzstillstand führt.
„Es war eine sehr
schmerzvolle und schwierige Entscheidung, dies zu tun,“ sagte
McCulloch. „Man fühlt sich sehr hilflos. Aber wir konnten die
Tiere nicht weiter leiden lassen und wir haben leider nicht genügend
Auffangmöglichkeiten für die ganze Gruppe gehabt“.
Die überlebenden
Delphine, zwei Männchen und vier Weibchen, werden nun in einem Pool
rund um die Uhr von Wissenschaftlern überwacht. Sobald sich ihr
Zustand stabilisiert, übernimmt das Mote Marine Laboratoy in
Sarasota die weitere Betreuung.
Zehn der toten
Delphine wurden zur Obduktion ins Sea World Center gebracht. Die
restlichen zwanzig Tiere werden in einem pathobiologischen Labor am
Florida Marine Research Institute in St. Petersburg auf mögliche
Krankheiten untersucht.
Die Veterinärmediziner
hatten die Rauhzahndelphine nach Kondition, Verhalten und Alter
selektiert. „Jungtiere sind keine guten Aufzuchtpatienten. Ihnen
fehlen die sozialen und überlebenstechnischen Fähigkeiten, um
erfolgreich wieder ausgewildert zu werden,“ erklärt McCulloch.
„Auch die sechs Überlebenden waren ausgehungert und dehydriert,
sprachen aber gut auf die ersten Behandlungen an“ ergänzte der
Fachmann.
Ein Nachzügler,
der Sonntagmorgen strandete, wurde ebenfalls gerettet und in das
Rehabilitationsprogramm aufgenommen.
Die
Verbreitung der Rauhzahndelphine ist kaum bekannt. Es gibt nur
wenige, weit verstreute Sichtungen. Die Art scheint weltweit in
warmen Gewässern mit einer Wassertemperatur von über 25C Grad
vorzukommen. Auch über die Größe der Gesamtpopulation gibt es
keine verlässlichen Angaben.
Quelle:
USA Today
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