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Grindwale an amerikanischer Ostküste gestrandet
D E N N I S, Massachussetts,
U.S.A., 29. Juli, 2000 - Einer der größten Rettungsaktionen auf
der amerikanischen Ferienhalbinsel Cape Cod verdanken 41
Grindwale ihr Leben. Hunderte von Urlaubern und Einheimischen
versuchten, die gestrandeten Wale wieder zurück ins Meer zu
bringen. |

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Ursprünglich waren 50 der Kleinwale an der flach
zulaufenden und sandigen Küste gestrandet. Für neun Tiere kam
jedoch jede Hilfe zu spät. Nach mehreren Stunden in der
gleißenden Sonne versagte ihr Kreislauf.
Um so eifriger bemühten sich die Helfer, unter
Anleitung von Meeresbiologen das Leben der restlichen Tiere zu
retten. Mit feuchten Tüchern und Eimern voll Wasser schützten
sie die Wale vor Überhitzung. Durch die unmittelbar nach Beginn
der Rettungsaktion einsetzende Flut konnten die Meeressäuger
innerhalb kürzester Zeit wieder zurück in tiefere Gewässer
gebracht werden. Selbst Meeresbiologe Scott Landry war
überrascht, wie schnell die große Gruppe von Walen gerettet
werden konnte. „Diese vielen Wale nach sechs Stunden wieder frei
in ihrem Element schwimmen zu sehen, war beeindruckend,“ sagte
auch Judy Scarafile, wissenschaftliches Mitglied des Cape Cod
Stranding Networks. „Wir drücken die Daumen, dass sie nicht
wieder zur Küste zurückkehren.“ Neben Judy halfen auch
Fachleute vom New England Aquarium und dem Center for Coastal
Studies bei der Rettung der Wale.
Grindwale sind in den Gewässern vor Neu-England
sehr verbreitet. Sie können bis zu fünf Metern lang werden und
wiegen etwa 900 Kilogramm. Ihre Hauptnahrung besteht aus
Tintenfischen, Sandaalen und kleinen Krebsen.
Massenstrandungen von Grindwalen sind keine
Seltenheit. Als ausgesprochen soziale Tiere reisen und jagen sie
in zum Teil großen Gruppen entlang der Küste. Zuletzt strandeten
zehn Grindwale im Juli 2000 in den flachen Gewässern von
Nantucket Island. Trotz verzweifelter Versuche der Retter,
überlebte keines der Tiere. Heiligabend 1991 verendeten 31
Grindwale vor Cape Cod. Damals folgten die Meeressäuger ihrer
Nahrung, dem Krill, bis hinein in eine flache Bucht und waren mit
Einsetzen der Ebbe gefangen. Das größte Strandungsereignis aber
ereignete sich 1986, als 60 Wale bei Cape Cod ums Leben kamen.
Lesen Sie dazu: Keine
Rettung nach zweiter Strandung mehr möglich
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