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Japan
weiterhin unbeirrt auf Waljagd
Drei japanische
Walfangschiffe sind wenige Tage vor Ostern mit 440 getöteten
Zwergwalen in ihre Heimathäfen zurückgekehrt. 5 Monate
hatten sie in den antarktischen Gewässern den Meeressäugern
nachgestellt und damit die Diskussion um den japanischen
Walfang weiter verschärft. |

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Nov., 2000 - Japan sieht sich zunehmend einem weltweiten Druck
ausgesetzt, da es regelmäßig das internationale Walfangabkommen
für kommerziellen Walfang untergräbt. Die japanische Regierung
nutzt dabei ein Schlupfloch in dem durch die Internationale
Walfangkommission (IWC) kontrollierten Abkommen. So ist trotz
scharfer Restriktionen beim weltweiten Walfang das Töten von Walen
zu wissenschaftlichen Zwecken weiterhin erlaubt. Entsprechend
deklarieren die Japaner ihre Waljagd als wissenschaftlich
begründet. Nach Angaben des World Wide Fund for Nature (WWF) wurden
so bisher 5035 Wale getötet.
Die letzte Fangaktion begann Ende November des
letzten Jahres. Für das Frühjahr dieses Jahres plant Tokio sogar
die Ausweitung der Waljagd im nordpazifischen Raum. Dann sollen
neben Zwergwalen auch Bryde-Wale und Pottwale gejagt werden - Arten,
die nach US-amerikanischem Recht unter strengem Schutz stehen.
Washington denkt aus diesem Grund über mögliche Handelssanktionen
gegenüber Japan nach. Beide Nationen sind jedoch zunächst
übereingekommen, letale und nicht-letale Möglichkeiten der
Walforschung durch die IWC prüfen zu lassen. Damit soll die Frage
nach der Notwendigkeit des Tötens von Walen neu durchdacht werden.
Die Vereinigten Staaten richten ihre Kritik vor allem gegen den
Umstand, dass die unter dem Deckmantel wissenschaftlicher
Forschungsprogramme gefangenen Wale letztendlich doch auf dem
asiatischen Feinkostmarkt landen. "Das Ziel dieses Programms
ist nicht Wissenschaft sondern Profit," sagt John Frizell,
amerikanischer Sprecher der Umweltorganisation Greenpeace. "Die
Wissenschaftler werden nicht einen Datensatz aus den zuletzt
gefangenen Walen erheben," so Frizell weiter.
Tokio argumentiert, dass der Walfang notwendige
Informationen über die Wanderungen, das Ernährungsverhalten und
die Populationsstruktur dieser Tiere liefern würde. Zudem
verleugnet die japanische Regierung die Möglichkeit, dass der
Walfang den Bestand der Zwergwale gefährden könnte. Walfleisch hat
als Nahrungsbestandteil in Japan zwar eine weit zurückreichende
Tradition, wird aber heute fast nur noch als Delikatesse angeboten. |