Delphin-Drama im Atlantik - Hunderte tot

dpa Bordeaux, 18. Febr. 2000 - Delphin-Drama an der französischen Atlantikküste: Bis zu 300 tote Tiere sind mit schweren Verletzungen an Körper und Flossen zwischen der Bretagne und Spanien an Land gespült worden. "Sie sind wahrscheinlich Opfer der Schleppnetze von Sardellen- und Seebarschfischern geworden", sagte am Freitag Meeresbiologe Alexandre Dewez.

Ein Blau-Weißer Delphin - gefangen und ertrunken in einem der kilometerlangen Schleppnetze. Tausende von Delphinen ereilt alljährlich das gleiche Schicksal.

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Die Wunden der toten Meeressäuger, abgebrochene Kiefer und abgerissene Rücken- und Schwanzflossen, seien typische Verletzungen durch Schleppnetze, die sich bis zu sechs Kilometer durchs Wasser ziehen. Durch die Autopsie einiger Tiere seien andere Todesursachen wie kollektiver Selbstmord oder Vergiftung durch Ölflecken des im Dezember gesunkenen Tankers Erika ausgeschlossen worden. Vom 1. Januar 2002 an darf in EU-Gewässern nicht mehr mit Treibnetzen gefischt werden. Die Vereinten Nationen hatten sich 1992 für ein Treibnetz-Moratorium ausgesprochen, das aber nicht befolgt wurde.