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Haimat
des großen Weißen
Kein Lebewesen im Meer wird vom Menschen
stärker gefürchtet als der Hai. Und unter den etwa 200
weltweit vorkommenden echten Haiarten ist es der Weiße Hai,
der uns den größten Respekt einflößt. Grund dafür ist
definitiv die Film-Quadrologie "Der Weiße Hai". Sie
spielt mit Urängsten, mit dem Bösen aus der Tiefe, mit der
Gewalt der unberechenbaren Kreatur.
So schnell kann
man also in Verruf geraten. Da durchläuft ein kleines
Knorpelfischchen die Evolution als Klassenbester und wird dann
gleich von mehreren Drehbuchautoren so mir nichts dir nichts
niedergeschrieben. Dabei geht es doch auch hier nur um das
Eine: Fressen, oder gefressen werden. Wer will einem denn da
den Vorwurf machen, dass man quasi zur Elite gehört? Perfekte
Anpassung an die Umwelt, hochsensible Sinnesausrüstung und
einer der perfektesten Jäger im Tierreich – na und? Alles
kein Grund für üble Nachrede.
Das hat auch der
südafrikanische Fotograf Chris Fallows verstanden und über
die letzten zwanzig Jahre eine mehr als persönliche
Leidenschaft für den Weißen Hai entwickelt. Es ist fast eine
Obsession, mit der sich Chris und seine Frau Monique diesen
faszinierenden Tieren verschrieben haben – eine Obsession
die Früchte trägt.
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| Mit dem Buch
"Haie" liegt einer der gewaltigsten und
eindruckvollsten Bildbände über diese Tiergruppe vor, die
derzeit auf dem Markt sind. Chris Fallows hat atemberaubende
Bilder und Fotosequenzen von Weißen Haien gemacht, die
ihresgleichen suchen. Viele von ihnen scheinen die
menschlichen Vorurteile über die "grauenhafte Bestie aus
der Tiefe" auch zu bestätigen. Welche Chance hat
schließlich die junge Ohrenrobbe, wenn 1000 Kilogramm Hai
unter ihr aus dem Wasser schießen und sich das Revolvergebiss
des marinen Jägers mit seinen messerscharfen Zähnen in den
Robbenkörper gräbt?
Nun, welche Chance hat die
Makrele, die von einer Robbe gepackt und nach einem gezielten
Biss von ihr verschlungen wird? Es ist also eine Frage des
Standpunktes und der Sympathie. Und gerade bei der Frage nach
der persönlichen Zuneigung steht es im menschlichen Urteil
schnell 1:0 für die knopfäugigen und verspielten
Pelzträger. Also heißt es: Persönliche Befindlichkeiten
zurücknehmen, auf den darwinistischen Evolutionsmodus
umschalten und sich die unglaublichen Fotos von der Beutejagd
des Weißen Haies anschauen.
Fairerweise sei gesagt, dass
einzelne Bilder von Chris Fallows nichts für Kinder unter
zehn bis zwölf Jahren sind – je nach Gemüt. Wer aber
Interesse an der Spezies Hai hat, dem liefert Chris Fallows
eimalige Aufnahmen, wie sie nur selten zu sehen sind. Ergänzt
werden diese Bilder von den Erzählungen Fotografen und
Naturliebhabers. Sie sind weniger wissenschaftlich-trocken als
im Stil eines persönlichen Berichtes gehalten und gründen
sich auf mittlerweile zwei Jahrzehnte Erfahrung bei der
Haibeobachtung. Ohne Zweifel also ein Buch mit exzellenter
fotografischer und fachlicher Expertise, das als sehr
empfehlenswert eingestuft werden kann.
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HAIE
Chris
Fallows
30,5
x 30,5 cm, Gebunden mit SU, 192 Seiten, mit 150 farbigen
Abbildungen
Erscheinungsdatum:
Oktober 2009
ISBN 978-3-86873-140-8
Preis € 49,95
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